Das sprechende Einhorn

Prinzessin Tialda war eines Abends noch einmal vor die Türe gegangen, um einen kleinen Spaziergang zu machen. Das viele Essen, welches es heute Abend gab, hatte sie ganz träge gemacht. Kartoffeln, Reis, Erbsen, Möhren und ein Stück Fleisch. Viel zu viel für Tialdas Bauch. So ging sie in den Garten, um die letzten Sonnenstrahlen einzufangen. Die Vögel zwitscherten, das Wasser plätscherte, die Bäume rauschten. So lief sie also immer weiter und weiter, bis sie am Wald angelangt war. Sie merkte noch nicht einmal, das es so langsam dunkel wurde.

dunkler Wald

Als sie sich gerade umdrehen wollte, raschelte es hinter ihr. Ganz erschrocken drehte sie sich um. „Hallo?“ sagte sie ganz vorsichtig. „Ist da jemand?“. Sie wartete einige Sekunden und wollte gerade weiterlaufen, als es wieder raschelte. „Zeigt euch!“ sagte sie mit erhobenen Haupte und blieb eisern stehen. Sie wusste nicht, was auf sie zukommen wird. Tialda wurde neugierig. War es ein Vogel? Oder vielleicht sogar ein Bär? Fest entschlossen lief sie weiter in den Wald hinein. Obwohl Vater ihr den Zutritt verboten hatten, konnte sie ihrer Neugierde nicht wiederstehen. Immerzu schaute sie sich um. Sie schaute in die hohen Bäume, in die grünen, blühenden Büsche und in den Fluss. Aber sie sah nichts. Nach einigen Minuten wollte sie wieder Richtung Schloss laufen, als sie plötzlich ein helles Licht sah.

dunkler wald lichtEin strahlendes, fröhliches Licht, zog sie magisch an. Mit kleinen Schritten lief sie dort hin. Und auf einmal hörte sie eine leiste Stimme die zu ihr sprach. „Komm näher mein Kind.“ Tialda sah viele Tiere um sich herum. Vögel, Einhörnchen, Rehe. So viele Tiere an einer Stelle? Die Tiere schienen so friedlich und schauten Tialda mit großen Augen an. Aber woher kam die Stimme? „Tialda – gutes Kind komm zu mir“. Tialda drehte sich um und plötzlich stand ein Einhorn vor ihr. Ein großes weißes Pferd mit einem Horn auf dem Kopf.

einhorn

Es schnaupte und im nächsten Moment fing es an zu sprechen. „Wir freuen uns sehr, das die Prinzessin den Weg zu uns gefunden hat.“ „Du kannst doch gar nicht sprechen, du bist kein Mensch“ sagte die junge Prinzessin erschrocken. „Ich kann verstehen, das sie verwirrt sind. Aber sie sind hier im Zauberwald vom Königreich Tanaria. Nur Auserwählte dürfen zu uns gelangen und mit uns kommunizieren.“ Tialda war sich unsicher. Sprechende Tiere? In ihrem Königreich? Sollte sie deswegen den Wald meiden? Ihr Vater hat sie immer gewarnt, das Böses in diesem großen grünen Wald herrschen würde. Aber hier herrschte so viel Liebe. Von oben, auf dem Baum, ertönte ein schriller Ton. „Mensch, lass das Mädchen doch erst mal ankommen, Nuria. Wir wollen sie doch nicht direkt wieder verscheuchen.“

Tialda schaute in alle Richtungen und dachte, sie würde Träumen.

„Das kann doch alles nicht wahr sein. Kann mich mal jemand aufwecken? Ich muss doch träumen!“ Aber sie merkte schnell, das dies die Realität war. „Liebe Prinzessin, ich bin Nuria, Herrscherin des Zauberwaldes. Wir brauchen Ihre Hilfe. Das Böse nähert sich und nur Sie können unseren Wald retten.“ Und genau in diesem Moment hatte Tialda ein Gefühl. Sie war die Prinzessin, Nachkommen ihrer wunderbaren Eltern. Das Böse dürfte nicht siegen – nein.

Und kurz entschlossen willigte Prinzessin Tialda ein und sagte „Nungut. Ich werde euch helfen. Das Gute muss siegen, dies ist meine Aufgabe. Ich werde euch nicht enttäuschen. Sagt, wenn ich helfen kann!“ Und schon bald sollte das Abenteuer im Zauberwald von Tanaria beginnen.

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