bettler

Es war der Samstag vor dem 3. Advent. Anna machte sich in die Stadt auf, denn sie musste noch einige Geschenke kaufen. Gott sei dank war das Wetter so schön! Blauer Himmel, Sonnenschein, aber eisige Temperaturen. Egal!

sonniges wetter

Lisa ging frohen Mutes in die Stadt und kaufte für ihre Eltern Geschenke ein. Für Vater sollte es eine Krawatte mit Rentieren werden. Für Mutter hatte sie sich etwas tolles ausgedacht. Sie erinnerte sich daran, das ihrer Mama immer kalt war. Vor allem abends. Da brachte auch die Wolljacke nichts und die heiße Heizung. Also klapperte sie alle Kaufhäuser nach einem paar Einhornwollsocken ab. Ja, endlich gefunden! Aber irgendwie war Lisa noch nicht zufrieden.

Beim Bummeln entdeckte sie dann eine tolle Fleecedecke mit Einhörnern drauf. Sie zählte ihr Kleingeld. Lange hatte sie für die Geschenke gespart. Diese Decke wollte sie ihrer Mama aber unbedingt noch kaufen. Und als das Geld fast bis auf den letzten Penny reichte, nahm sie die Decke und lief voller Freude nach Hause.

Auf dem Weg dorthin sah Lisa einen alten Mann unter einer Brücke sitzen. Er hatte kaputte Schuhe, die Decke war ganz verschmutzt. Er hatte eine kleine Kiste vor sich auf der Stand :

„Ich freue mich über einen Euro. Frohe Weihnachten“

„Hallo du da“ sagte Lisa zu dem frierenden Mann. „Wieso sitzt du denn hier? Es ist doch viel zu Kalt!“ Der Mann schaute sie an und grinste. „Hallo du kleine. bettlerWeißt du, ich hatte ein wenig Pech und nun muss ich schauen, das ich ein kleines bisschen Geld zusammenbekomme.“ Lisa wurde neugierig und verstand nicht, wieso er denn nicht zuhause auf dem Sofa liegen würde. Der alte Mann erklärte ihr, was geschah. Lisas kleine Augen wurden immer größer. Der arme Mann verlor alles. Job, Haus, Geld und Familie.

„Aber du wirst doch krank wenn du so lange hier draußen sitzt!“ Lisa wurde ganz böse. „Nein, das geht so nicht. Mama und Papa sagen immer, das jeder Mensch ein Haus haben soll.“ Sie setzte sich neben den Mann und war traurig. „Weißt du kleines, bald wird es mir wieder besser gehen. Ich habe einen Schlafplatz für die Nacht. Schau mal, da drüben, in dem Haus. Da treffen wir uns alle und haben dann jeden Abend viel Vergnügen. Mach dir um mich keine Sorgen.“

Lisa stand auf, gruschelte in ihren Einkaufstaschen herum und holte die Einhorndecke heraus. „Ich habe leider kein Geld mehr. Aber hier, ich möchte dir die Decke schenken.“ Der arme Bettler grinste und war sichtlich gerührt. „Oh, bist du eine liebe. Aber bitte behalte sie. Ich kann das nicht annehmen.“ „Das ist ein Geschenk und Geschenke muss man annehmen. Schau mal, da sind sogar Einhörner drauf, die beschützen dich und halten dich warm!“

Der frierende Mann merkte, wie ernst es Lisa war. Und je sehr er versuchte, das Geschenk abzuschlagen, umso trauriger wurde Lisa. Also nahm er die Decke an. Eine rosa Fleecedecke mit vielen bunten Einhörnern drauf.

„Danke Lisa. Da machst du mir eine ganz große Freude damit!“ „Ja und jetzt frierst du nicht mehr so dolle. Du darfst dich doch nicht erkälten!“ Lisa umarmte den Mann.

„Ich muss nun nach Hause. Mama wartet bestimmt schon. Pass gut auf die Einhörner auf!“ Sie winkte, grinste und ging zufrieden weiter. Sie bemerkte gar nicht, wie gerührt der alte Mann war. Eine kleine Freudenträne wurde vergoßen. In der nächsten Sekunde packte er die Decke aus und lümmelte sich ein. Ihm wurde um einiges Wärmer und die Stunden auf der Straße waren erträglicher.

Als Lisa zuhause ankam erzählte sie ihrer Mutter die Geschichte. „Ich bin sehr stolz auf dich Lisa. Genau darum geht es zu Weihnachtszeit. Man soll seinen nächsten Lieben und helfen wo man kann.“ Sie umarmte ihre Tochter und bedankte sich in Gedanken für ihre tolle Tochter. Und Lisa wurde klar, das es nicht um Geschenke geht, sondern um gute Taten.

Frohe Weihnachten!

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